Offener Brief - und Ihre Meinung!

Zum Blog und aktuellen Kommentaren geht es unter dem Offenen Brief.

Ich habe einen Offenen Brief verfasst, um unseren Ärger über die missglückte Impfkampagne endlich mal auszudrücken.

Wie laufen die Terminbuchungen wirklich ab? Was für Fehler und Makel gibt es im System? Hier erzähle ich aus der Erfahrung aus den Terminbuchungen für Impfberechtigte mit Belegen aus eigenen Bildquellen (abgerufen jeweils 11. März 2021, 10:00 Uhr).

Wie geht es den Menschen mit der missglückten Organisation und Technik? Ich habe mit vielen hunderten Personen telefonieren dürfen, dessen Emotionen, Meinungen und Erfahrungen ich in diesen Offenen Brief gepackt habe.

Mein Ziel ist es, den bisher gescheiterten impfberechtigten Personen einen Impftermin zu besorgen und für Transparenz und Aufklärung zu sorgen, sowie die Verantwortlichen zu Verbesserungen aufzurufen. Dafür werde ich mit Nachdruck kämpfen!

Sie können den Offenen Brief hier einsehen:

Haben Sie Rückmeldung zum Offenen Brief? Lassen Sie mir doch eine Nachricht da – per info@impftermin-hilfe.de oder über das Formular.

Gerne können Sie auch einen Kommentar oder eine “digitale Unterschrift” mitgeben, der hierunter veröffentlicht wird.

Blog, Kommentare und Unterstützer:

Impftermin Hilfe – Marcel Hiller, 30.03.21, 13:45 Uhr

Heute gab es wieder ein schönes Erlebnis. Ein richtiger Termin-Marathon für das Müllheimer Impfzentrum. Zum ersten Mal konnten wir auch direkt aus der Warteschlange abarbeiten – einmalig! Hoffentlich geht es in den nächsten Tagen auch bei anderen Impfzentren so weiter.

Montag und Dienstagnacht war das SWR um Anita Westrup da, um über die Impftermin Hilfe und mich zu berichten. Vielen Dank für die gelungene Berichterstattung. Die Berichte werden im SWR Aktuell Update um 14:00 Uhr und in der Hauptausgabe um 19:30 Uhr gesendet. Hinzu kommen Beiträge in den SWR Radios und in Social Media und Web.

Am Mittwoch erscheint ein Bericht im Emmendinger Tor – vielen Dank an Thomas Gaess.

In letzter Zeit erschienen auch schon Berichte in der Badischen Zeitung – auch hier einen herzlichen Dank!

Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass wir trotz der großen Berichterstattung nur eine kleine Anzahl Anmeldungen annehmen können. Wir wollen uns nicht mit Anfragen zu voll laden und uns selbst unter Druck setzen.

Gabi Herrmann, 30.03.21, 12:52 Uhr

Hochachtung vor Ihrem Engagement, Ihr offener Brief spricht mir aus der Seele. Auch ich habe Ewigkeiten im virtuellen Warteraum verbracht. Einmal hatte ich das Glück, telefonisch durchzukommen. Nach Beantwortung der Fragen zur Berechtigung und zum Wohnort bekam ich die Zusicherung, dass es in Freiburg freie Impftermine gibt, wurde dann aber nochmal weiterverbunden, es wurden die exakt gleichen Fragen gestellt, dann nach Terminen gesucht: Freiburg (warten, warten….. nichts frei), Kenzingen (warten, warten…. nichts frei) und das gleiche Spiel für Müllheim und Lörrach. Insgesamt wurde dadurch ewig die Leitung blockiert. Das könnte doch zügiger organisiert werden!
Bedauerlich finde ich auch, dass es online nicht möglich ist, für 2 Personen einen Termin im gleichen Zeitfenster zu buchen.
Die Baden-Württemberger werben gerne damit, besonders innovativ zu sein, und bei Allem die Ersten und die Besten. Dieser Hochmut ist äußerst beschämend.

Marcus Schürmann, 29.03.21, 12:42 Uhr

Erst einmal vielen, vielen Dank für diese Homepage und ihre ehrenamtliche Arbeit bei der Vermittlung von Impftermine. Wirklich ein ganz großes Lob dafür. Ich versuche nun auch schon seit Wochen einen Impftermin für meine Schwiegermutter und mich (wir sind die Hauptkontaktpersonen zu meiner schwangeren Frau). Der Aufwand zur Besorgung eines Impftermins macht mich echt ratlos und lässt mich langsam daran zweifeln, dass die Politik die Realität der Leute noch begreift. Weder die Organisation noch die technischen Grundvoraussetzungen sind annähernd ausgereift und aktuell sehe ich hier auch keine Verbesserung in den nächsten Wochen und Monaten. Ich frage mich, warum die politischen Verantwortlichen nicht auf technische Infrastrukturen von z.B. Ticketverkäufen oder sonstigem zurückgreift, da diese für den eigentlichen Zweck aktuell nicht gebraucht werden. Dort könnten sie eine transparentere Vergabe organisieren und anzeigen, woran es gerade liegt, dass man keinen Termin bekommt. Ich bleibe aber realistisch und denke nicht, dass sich etwas bessern wird…leider. Ich versuche es einfach weiter. Zuletzt möchte ich den Initiatoren dieser Seite nochmals herzlich Danken und sagen: Ich finde es klasse und vorbildlich, was Sie hier auf die Beine gestellt haben.

Impftermin Hilfe – Marcel Hiller, 29.03.21, 10:15 Uhr

Aktueller Lagebericht: Über das Wochenende gab es gar keine Impftermine. Wir konnten keine Buchungen vornehmen. Die Warteliste wird kaum kleiner – und heute ist der nächste Anmeldezeitraum. Wir raten davon ab, sich bei uns für die Impfzentren KENZINGEN und FREIBURG anzumelden. Es wird noch Wochen brauchen, bis wir diese Wartelisten abgearbeitet haben.

Martina Lütjen, 29.03.21, 08:16 Uhr

Seit Wochen versuche ich einen Impftermin zu bekommen, Tags wie Nachts: erfolglos. Ich kann nachvollziehen, dass aufgrund der wenigen Impfdosen lange Wartezeiten entstehen. Überhaupt nicht nachvollziehen kann ich, warum ich mich bei jedem einzelnen Impfzentrum im Radius von 170 km JEDESMAL neu einwählen muss, mit Vermittlungscode und allem Pipapo. Es macht mich fassungslos, dass es weder eine Warteliste gibt, in die ich mich eintragen könnte, noch überhaupt die Imformation, zu welchem Zeitpunkt wieder neue Impftermine vergeben werden. So muss ich also weiter viele Stunden meines Lebens damit verbringen und Tag wie Nacht blindlings versuchen, ob ich nicht mal “Glück” habe und einen Impftermin ergattere! Katastrophal, liebe zuständige Verantwortliche!

Karl Kallsen, 27.03.21, 10:12 Uhr

Haben Sie vielen Dank für Ihr bewundernswertes Engagement! Ihre Kritik kann ich Wort für Wort nur unterstreichen! Welch ein gigantisches Versagen der Politik und der Behörden! Ich fürchte, Besserung ist nicht in Sicht!

Ursula Goetzberger, 27.03.21, 02:47 Uhr

Es ist jetzt 2:40 in der Nacht. Seit Mitternacht bin ich wieder auf, um zum unzähligsten Mal mein Glück zu versuchen, geimpft zu werden (fast 80). Ich glaube fast schon, dass das System sich gegen mich verschworen hat und merke, dass ich depressive Züge entwickelt habe. Ich habe einen 92jährigen zu pflegenden Mann, für den ich auf Anhieb am 27. Dezember einen Impftermin bekam – nur eben für mich seit dort nicht. Auch unser Sohn hilft bei der Pflege und ist somit in der Gruppe 2, auch er schafft es nicht. Es ist deprimierend, frustrierend und eine Bananen Republik!

Impftermin Hilfe – Marcel Hiller, 26.03.21, 09:15 Uhr

Heute soll es mit der Terminsuche weiter gehen – und was passiert? Man landet im “Virtuellen Warteraum”. Nach knapp einer Stunde kam ich mal durch und fragte eine SMS-Verifizierung an. Aber diese kam nicht, auch eine Wiederholung brachte kein Erfolg. Die Systeme sind wieder gnadenlos überlastet und es gibt weiterhin keine Termine. Wir konnten heute noch nichts buchen und keine Codes anfordern. Langsam platzt mir der Kragen!

Reiner Jirec, 25.03.21, 14:52 Uhr

Sehr geehrter Herr Hiller,
ich bedanke mich ganz ausdrücklich bei Ihnen für das bürgergliche Engagement das Sie Ihnen fremden Menschen engegenbringen. Meine Hochachtung! Innerhalb kurzer Zeit hat die von Ihnen eingesetze Technologie es geschafft mir einen zeitlich naheliegenden Impftermin zu verschaffen !
Sie dürfen meinen Kommentar jederzeit öffentlich verwenden.
Mit großer Hochachtung
Reiner Jirec

Gabriele Pichura, 25.03.21, 12:32 Uhr

Aufgrund meiner Tätigkeit mit schwerstmehrfachbehinderten Menschen, der Betreuung meiner über 80zigjährigen Eltern und selbst Risikopatientinder der dritten Gruppe, habe ich mich sofort nach Berechtigung um einen Termin bemüht. Ich hatte damals Urlaub und habe ca 1700 mal in 10 Tagen online und telefonisch versucht durchzukommen. Kam ich durch, gab es keine Termine, online wurde ich auch mit Vermittlungscode nicht weitergeleitet. Nun arbeite ich wieder und habe, da ich mit Menschen und nicht im Home Office arbeite, kaum mehr Zeit mich weiter zu kümmern.

Meine Hauptkritik:
Was soll der IMPF-TOURISMUS ? Warum wird nicht nur vorort geimpft? Alte Menschen reisen von Offenburg nach Mannheim und umgekehrt. Irre!

Warum lernt “man” nicht dazu?? Es gibt Bundesländer, die eine vorbildliche Organisation haben z. B. RHEINLAND-PFALZ. Warum besteht man darauf, das hausgemachte Chaos jedesmal noch zu verschlimmbessern, anstatt funktionierende Strukturen zu übernehmen??

Solange das organisatorische Versagen in Baden-Württemberg nicht öffentlich thematisiert wird, gibt es natürlich keinen Grund zur Veränderung.

Lieber ein ehrlicher nervenschonender, erholsamer Impfstopp, als das Suggerieren von nicht vorhandenen Angeboten und das nervenaufreibende, anstrengende, zeitraubende, frustrierende Auflaufenlassen und Vertrösten! Das ist verschleißend, unwürdig und nicht respektvoll. Hier wird Angst geschürt und nicht Vertrauen gebildet.

Selbst die Mitarbeiter in den Hotlines kritisieren, die doppelte Hotline mit unterschiedlichen Aussagen.
Ständig wird die Ansage verändert, erweitert, womöglich noch bevor es dann wieder heißt, dass zur Zeit alles belegt ist und man noch einmal anrufen soll. Hospitalisierungsfördernd für die Anrufer, die das zum 800ertsten Mal anhören müssen.

Vergeudung und Missachtung von Lebenszeit- nicht nur für Arbeitnehmer.

Wahrscheinlich werde auch ich Ihr Angebot annehmen müssen, doch ich versuche es nun noch selbst einmal zum neuen Starttermin am Wochenende.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

Raimondo Righi, 24.03.21, 21:30 Uhr

Wir sind sehr glücklich, dass es noch Menschen gibt, die in diesem Chaos durchblicken. Mit dem gesunden Menschenverstand ist die Untätigkeit der Verantwortlichen nicht mehr nachvollziehbar.
Unsere Familie versucht schon seit einigen Wochen einen Impftermin für unsere Oma (72) zu vereinbaren. Leider erfolglos. Dann noch der Stop aller Impftermin. Für uns unverständlich.
Nun warten wir bis es wieder mit der Terminvergabe los geht. Viel Menschen müssen in Deutschland noch an COVID19 erkranken und sterben, dass sich hier die Lage für uns alle bessert. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie werden uns Jahrzehnte begleiten. In diesem Sinne, machen Sie bitte weiter und helfen Sie den Leuten, die sich fast nicht mehr zu helfen wissen. Vielen Dank dafür,

Kerstin Podjaski, 24.03.21, 11:37 Uhr

Kann nur sagen BRAVO!!! Ein vorzüglicher Brief, drückt alles aus, was ich / wir (mein Mann und ich) denken. Ich habe zufällig 2 Termine für mich ergattert, kurz vor den AstraZeneca- Stopp und das “Zusammenbrechen” der Online-Terminvergabe. Mein Mann hat weiter versucht, vergeblich, bis er am Sonntag-Abend d. 21.3. über das Telefon 1161117 (er kam erstaunlicherweiser gleich durch) erfahren hat, dass das System völlig zusammengebrochen ist, also auch kein Termin übers Telefon!! Dann kam AstraZeneca-Pause und auch “Pause” von der Online-Terminverbuchung, bis zuerst 2j3.3. und dann plötzlich wieder bis 26.3. Auch per Telefon 116117 war nichts mehr zu machen. Ich bin gespannt, ob man ab 26.3. wieder online Termine suchen kann, oder ob es vielleicht sogar wieder verlängert wird!!!! Mein Mann hat 3 Vermittlungscodes, und er wird weiter versuchen ab 26.3. entweder online oder per Telefon. Es ist wirklich ein Trauerspiel was da mit uns Bürger-/innen getrieben wird!!! Aller Schande, und deshalb finde ich den Brief vorzüglich, drückt alles aus, was wir alle denken.

Irene Heitz, 24.03.21, 10:24 Uhr

Ich unterschreibe diesen offenen Brief voll und ganz! Das frustrierendste für mich als ehrenamtliche Terminvermittlerin ist, daß die technischen Möglichkeiten, anderen Menschen einen Termin zu buchen, absichtlich eingeschränkt sind (Gesamtzahl der Vermittlungscodes, virtueller Warteraum, Onlinebuchung zur Zeit komplett inaktiv).
das sind unhaltbare Zustände!

Thomas Eßer, 24.03.21, 07:41 Uhr

Noch nie habe ich in unserem Land ein derart unwürdiges Verfahren erlebt!

Gerlinde Kurzbach, 23.03.21, 13:10 Uhr

vor drei Wochen wurde ich imformiert (von Lehrerinnen), beeile Dich, wenn Du wegen Deiner Mutter einen Impftermin willst (Pflege von älteren Verwandten), versuche es in Kenzingen… da klappt es schneller. In Kenzingen kenne ich mich nicht aus, also habe ich mir gesagt, ich versuche es in Müllheim, aus der Gegend stamme ich und es in der Nähe meiner Mutter. In einer Nachtaktion habe ich dann den Impftermin erhalten. Gleich vier zur Auswahl, ich habe den ersten unter der Woche genommen, weil der ÖPNV am Sonntag so schlecht fährt (hätte am Wahlsonntag, 14.3. einen haben können, bin aber als Wahlhelferin eingesetzt gewesen)… Also habe ich den Termin am 17.3. genommen. AstraZeneca. So, und jetzt kann jeder raten: Am Montag, dem 15.3. bekam ich vom Kreisimpfzentrum Müllheim die Absage, dass mein Impftermin ausfällt… in der Zwischenzeit ist meine Mutter böse gefallen, weil sie mit ihrem noch gebrechlicheren Mann alleine wohnt. Sie musste am Samstag (13.3.) notoperiert werden. Und die Tochter kann nicht zu ihr hin, weil sie immer noch nicht geimpft ist… Großartig, wie wundervoll wir mit unseren älteren Leutchen umgehen… Kein neuer Impftermin in Aussicht… ich bedanke mich für die großartige Versorgung… da ich international gearbeitet habe, erreichen mich ständig Nachrichten von Freund:innen aus aller Welt, wie glücklich sie sind, sie wurden geimpft… Und: Ein ehrliches und herzliches Dankeschön an Sie, Herr Hiller, dass Sie ehrenamtlich das hier machen…

Impftermin Hilfe – Marcel Hiller, 23.03.21, 10:10 Uhr

Es war vor einer Woche: AstraZeneca wurde nicht mehr geimpft – und zusätzlich wurde die Terminvergabe geschlossen. Eigentlich sollte es heute weitergehen mit den Terminen. Zumindest hat man uns auf dem Dienstag vertröstet. Aber nun ist die Terminvergabe auf Freitag verschoben worden. Die Warteliste müsse abgearbeitet werden. Das hätte schon bis gestern, Montag, stattfinden sollen. Man sieht wieder, wie “schnell” die Sachen doch in unserem Land laufen. Aber Baden-Württemberg hat gewählt. Kurz danach lief nichts mehr.

Und jetzt heißt es wieder, dass die Personen über 80 Jahren in der Warteliste des Landes bevorzugt werden. Warum hat man dann überhaupt für die zweite Priorität geöffnet? Man wusste doch schon vor der Öffnung der zweiten Gruppe: Es wird nicht genügend Impfstoff zur Verfügung stehen! Mal wieder zeigt sich in dieser Pandemie die Fehler der Organisation der aktuellen Landesregierung. Das war kein “Fehltritt” zwischen vielen guten Taten – es war Willkür und Politikum vor der Wahl. Dass auch bei den Schulen nichts läuft, was versprochen wird, ist ein anderes Thema – die müssen teilweise auch auf private Initiativen zurückgreifen, weil das Land ihre Versprechen nicht einhält. Sind Sie zufrieden mit der Leistung Baden-Württembergs?

Es wollen viele Leute geimpft werden. Viele Personen stehen auch heute wieder auf, schauen auf die Terminbuchungsseite und werden wieder enttäuscht. Und wir müssen alle wieder drei Tage mehr warten. Andere Bundesländer konnten ihre Impfkampagne besser organisieren. In keinem anderen Bundesland gab es einen Stopp der Terminvergabe. Warum bekam es Baden-Württemberg nicht hin? Fragen Sie das Ministerium!

Und auf Bundesebene? Was passiert da aktuell? Nicht mehr als auf Landesebene. Wir befinden uns am Beginn der dritten Welle – die wird laut Virologen wesentlich schlimmer, als die ersten beiden. Man appelliert: “Impfen, impfen, impfen” und “testen, testen, testen”. Doch was ist da? Nichts ist da. Die Bundesregierung kann ihre eigenen Appelle noch nicht einmal umsetzen. Es fehlt an Impfstoff. Es fehlt an Schnelltests. Komisch, die Supermärkte waren schneller. Die können wohl auch besser organisieren. Hinzu kommt die Maskenaffäre in der Union. Über die nun bekannten Fälle hinaus, gerät nun auch Jens Spahn (CDU) unter Druck. Denn ausgerechnet die Firma seines Ehemanns hat Masken an das Bundesgesundheitsministerium verkauft – auf dem “kleinen Dienstweg” und ohne Ausschreibung. Gehört Jens Spahn für Sie weiter an die Spitze des Gesundheitsministeriums? 

Schauen wir mal in andere europäische Länder, wie dort die Impfkampagne aktuell läuft. Sämtliche europäische Länder liegen aktuell mit den Impfungen hinterher – im Vergleich mit anderen Ländern weltweit. Liegt es also nur an unserem eigenen Land? Nein, vieles liegt tatsächlich auch an der Europäischen Union. Mit dem Hersteller AstraZeneca hatte die EU Verträge vereinbart. Allerdings ohne bei kurzfristigen Änderungen den Hersteller zur Rechenschaft ziehen zu können. Deshalb kann sich AstraZeneca von Monat zu Monat erlauben weniger Impfstoff an die EU zu liefern. Und die EU schaut einfach nur “dumm aus der Wäsche”. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen droht mit einem Exportstopp des britisch-schwedischen Vakzins in andere Länder außerhalb der EU. Doch auch dieser Plan droht zu scheitern: Einige Regierungschefs stellen sich nämlich gegen das Vorhaben: Irlands Regierungschef Micheál Martin sprach sich am Montag vehement gegen Exportbeschränkungen der EU für Impfstoffe oder deren Komponenten aus. Besser klingen da schon die Worte, die man aus Frankreich hört. Europastaatssekretär Clément Beaune sagte: “Das muss die Strategie eines Europas sein, das sich schneller bewegt und seine Interessen verteidigt: mehr produzieren, Verträge durchsetzen, Exporte kontrollieren.” Unterm Strich bedeutet es also, dass auch die EU mehr Durchsetzungsvermögen zeigen muss, um die Impfkampagne zum Ziel führen zu können.

Großbritannien hat sich von der EU gelöst und da sieht man, wie schnell das Impfen gehen kann, wenn man “ausnahmsweise” mal mehr auf sein eigenes Land schauen würde. Das einst so veraltete und verhasste britische Gesundheitssystem NHS ist auf einmal der Vorreiter in Europa. Dabei profitiert das Land davon, dass auch in Großbritannien das Vakzin von AstraZeneca hergestellt wird. Dort wird geimpft, geimpft, geimpft, wo es nur geht. Auf einmal schaut Europa auf den in den letzten Jahre durch den Brexit häufig verspotteten Premierminister Boris Johnson. Er sitzt grinsend in der Impfkabine.

Der Vorreiter der Welt ist weiterhin Israel. Dort werden sogar Impfpartys gefeiert. Zu lauter Musik und Cocktails gibt’s an der Bar auch den Impfstoff. Israel hat sich auch genügend Dosen von verschiedenen Herstellern sichern können. In Asien ist jedes Land so ziemlich auf sich alleine gestellt. Da gibt es kaum Abkommen, wie hier in der EU. Und auch die Impfreihenfolge wurde nicht durchgehend eingehalten: Waren Impfdosen übrig, wurden sie an jeden anderen Interessenten geimpft. Die Beschaffung der Termine funktioniert problemlos und schnell über sämtliche Wege: Telefonisch, online, per SMS. Man gelangt immer innerhalb weniger Minuten an die Impftermine – da gibt es keine Wartezeiten.

Und auch die USA sind Vorreiter im Impfen. Knapp 100 Millionen Amerikaner sind innerhalb rund zwei Monaten geimpft worden. Und auch hier gibt es Exportkontrollen. Reicht der Impfstoff nicht aus, wird erstmal das eigene Land versorgt, bevor die anderen dran kommen. Es gibt Massenimpfstationen mit Drive-In. Fenster runter, Impfstoff rein und Tschüss.

Warum geht das hier in Deutschland nicht auch so? Mit den Teststationen an Autobahnen im letzten Sommer hat es doch auch einigermaßen gut funktioniert. Es fehlt einfach am Impfstoff. Aus meiner Sicht wird es Zeit für frischen Wind in den Gesundheitsministerien. Es braucht jetzt Macher!

Peter Rieck, 22.03.21, 09:03 Uhr

Lieber Herr Hiller,
ja die Impforganisation oder eben Nichtorganisation toppt in unserer überregulierten BRD alles was bisher schon schief gelaufen ist. Ich war am Samstag den 20.03.2021 11:30 mit meiner Mutter (92 Jahre) zur zweiten Impfung im Impfzentrum in Freiburg . Schon der leere Parkplatz zeigte den Zustand auf. Im Impfzentrum gähnende Leere. 60 Prozent des Personals stand gelangweilt rum. Ich fragte den Arzt dann beim Spritzen ob man zu wenig Impfmittel hätte. Seine Aussage => nein, die Kühlschränke sind voll, das Personal ist da, Doch man hat es versäumt die abgesagten AstraZenica Termine wieder zu aktivieren. Er selbst versucht schon seit Wochen für seine impfberechtigten Eltern einen Termin zu bekommen, Keine Chance. Selbst hier “auf dem kleinen Dienstweg” hätte man wieder zwei schnell impfen können. Wenn man Termine absagen kann, warum kann man diese dann nicht wider schnell aktivieren.
Aber außer die Hände aufhalten und Schmiergeld kassieren und den LockDown immer wieder erforderlicher Weise zu verlängern, fällt unseren Politikern nichts ein. Arme Republik.

Hansjörg Rasch, 20.03.21, 13:41 Uhr

Das Vorgehen beim Erhalt von Impfterminen ist nicht nur mangelhaft( 5) sondern ungenügend (6) Es ist echt eine Zumutung für die BürgerInnen. So verlieren die Politiker an Vertrauen.

Reinhold Rees, 20.03.21, 12:00 Uhr

selbst für mich (74), also neue Impfgruppe eine riesengroße Katastrophe. Zuerst per Hotline versucht, Nullerfolg, dann über das Internet, Warteraum, endlich mal registrieren, aber diese netten Buchstaben und Zahlenkombinationen halte ich in der Zwischenzeit für eine verdummungsstrategie. Ich verstehe nach wie vor nicht, wie größtenteils inkompetente Gruppierungen dieses Management übernommen haben, es gibt genügend private Veranstalter von zum Teil Riesenevents, die noch dazu arbeitslos sind, die hätten sich über ein Zubrot gefreut und ich bin sicher, das alles wäre anders professionell organisiert worden. Ich stimme dem offenen Brief in allen Teilen zu, auch wenn ich glaube, dass er nicht viel bewirkt, aber niemand darf sich mehr über eine große Politikverdrossenheit wundern.

Denise Doussal, 19.03.21, 15:31 Uhr

Lieber Herr Hiller,
Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Der einzige Lichtblick momentan! Ich kann mich nur an den verschiedenen Feststellungen, Erfahrungen, Aussagen anschließen. Der ständige Frust, die zunehmende Unruhe, der mangelnde Schlaf in der Hoffnung doch einen Termin zu ergattern. Wenigstens seit ein paar Tagen, seitdem das Impfservice gesperrt ist, komme ich zur Ruhe. Es geschieht sowieso nichts!!!
Eine Leidensgenossin

J. Herrmann, 18.03.21, 10:31 Uhr

Im Rheinland-Pfalz vorbildliche Organisation, in Baden Württemberg systematische Bürgerfrustrierung und Server- und Energiebelastung:

Ich habe für meinen Vater in Rheinland-Pfalz sowie für mich in Baden Würrtemberg einen Impftermin online gebucht, beides über 116117.de = impfterminservice.de.
Anfangsprozedere ist weitgehend gleich, dann kommt aber ein psychologisch und technisch alles entscheidender Unterschied:

Baden Württemberg: Ich muss mit meine Code so oft versuchen, einen Termin zu bekommen, bis es klappt. Ich muss also möglichst jeden Tag zu verschiedenen Uhrzeiten probieren, um mal einen freien Termin zu erwischen, da ich nicht weiss, wann neue frei geschaltet werden.
1. Psychologische Folge: Bei jedem Versuch werde ich als Bürger nochmal frustriert, täglich der Gedanke – hab ich jetzt eine Möglichkeit verpasst? Warum so aufwändig? Warum bekomme ich keine Termine zugeschickt, wenn welche frei werden?
2. Technische Folge: Die Anmeldeserver und Datenverkehr werden quasi ständig erheblich belastet durch die Unmengen an vergeblichen Anfragen.

Rheinland-Pfalz: Nach Registrierung bekam ich die Mitteilung – danke, wir senden Ihnen per Email Termine zur Auswahl zu, sobald welche frei sind! 2 Wochen später kamen tatsächlich Vorschläge.
Und: Der Fragebogen zur Impfberechtigung (Vorerkrankung Berufsgruppe usw) in Rheinland Pfalz am Anfang der Registrierung muss differenziert per Onlineformular ausgefüllt werden. Hierdurch kann das System die Impfinteressenten auch bei Priorisierungsänderung automatisch umgruppieren und benachrichtigen.

Wer hätte das gedacht, dass Rheinland Pfalz es so deutlich cleverer anstellt als das Musterländle?

Dr. Claus Maier, 16.03.21, 17:05 Uhr

Sehr geehrter Herr Hiller, vielen Dank für Ihre Initiative. Ich stimme Ihrem Brief in allen Punkten vollkommen zu. Wie bereits andere an Sie schreiben kann auch ich bestätigen, dass in anderen Bundersländern (Hessen, Bayern) es wesentlich besser organisiert und auch transparent abläuft. Unsere Verwandten in diesen Ländern, die im gleichen Alter oder aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen derzeit wie wir in der Priorität an der Reihe sind konnten sich registrieren, waren dann in der Warteschleife und bekamen dann ohneweiteres Zutun die beiden Termine mitgeteilt und sind zumindest zum ersten Mal geimpft. Danke für Ihr Engagement
Annette und Dr. Claus Maier

Patricia Duncan-Hauff, 16.03.21, 12:16 Uhr

Ihr Brief drückt genau aus, wie hilflos und frustriert viele Menschen sich gerade fühlen.In Baden Württemberg gibt es nuf leere Versprechungen.
In anderen Bundesländern werden die Menschen in den priorisidrten Gruppen benachrichtigt. Unser Gesundheitsminister lässt uns zappeln!!!

Oliver Blust, 14.03.21, 16:50 Uhr

Lieber Marcel,
vielen Dank für dein Engagement diese I-Seite zur Verfügung zu stellen und deinen Mut des “Offenen Brief” zu schreiben. Zum Desaster im gesamten Umgang mit der Pandemie wurde hier schon zur Genüge geschrieben. Die kollektive Unfähigkeit sämtlicher politischer Verantwortungsebenen und über alle Parteien hinweg zeigt sich immer und auch exzessiv in Krisenzeiten. Mein ehem. Chef hat immer gesagt: “Nicht labern – machen”. Die Devise unserer politischen Elite heißt: “Labern – überlegen – abwägen – Bedenken beachten – schön anmalen und dann bleiben lassen!” Wie es funktionieren kann zeigen Leuchttürme wie Tübingen und Rostock. Und in beiden Fällen sind äußerst engagierte und intelligente Menschen in Verantwortung. Und beide OBs sind am Erfolg der Sache interessiert und nicht am Bau des eigenen Denkmals.

Ich hoffe – auch wenn ich nicht wirklich dran glaube – dass der Brief etwas bewirkt. Bis dahin mühen wir uns weiter durch die abenteuerlichen Wege zur Impfung.

Gruß Oliver
P.S.: Ich brauch selber noch gar keine Termin. Aber alle unsere Vorfahren und älteren Freund weinen schon vor Verzweiflung.

Peter Janka, 14.03.21, 14:40 Uhr

Lieber Herr Hiller,
selten hat uns jemand so aus dem Herzen gesprochen wie Sie mit Ihrem offenen Brief, alle drei Punkte können wir (Ehepaar 72/79 Jahre) aus leidiger eigener Erfahrung (impfberechtigt seit Di., dem 9.3.) zu 100% bestätigen. Die Öffnung und uferlose Ausweitung unserer Prioritätsgruppe 2 allein aus wahltaktischen Gründen und obwohl weniger Impfstoff bereitgestellt wird, als zuvor für März zugesagt wurde, ist ein Skandal. Die Buchung eines Termins grenzt sowohl über das Internet als auch über die 116117 einer psychischen und auch physischen Folter und ist menschenunwürdig. In Rheinl.-Pfalz (Ex-Studienkollegin), in Hessen (Bruder) und in München (Exkollegin) können Ehepaare auch im Internet einen gemeinsamen Termin buchen und es gibt dort Wartelisten, wenn man dort -auch nach Warteschleifen- durchgekommen ist. In BW haben sind wir nach fünf Tagen mit Dauerversuchen und hunderten Anrufen über die 116117 sechs Mal an jeweils zwar freundliche aber hilflose Mitarbeiter im Callcenter geraten, um zu erfahren, dass in den drei nahen Impfzentren (Freiburg, Müllheim und Kenzingen) derzeit keine Termine möglich sind und wir die ganze Prozedur täglich oder auch stündlich neu versuchen sollten. Eine Aussage, wann jeweils neue Impftermine möglich sein könnten, sei nicht möglich.
Das Gesundheitsministerium und Minister Lucha, aber auch das Staatsministerium und der Ministerpräsident, sind für das Impfdesaster, das katastrophale Chaos bei den Terminbuchungen in BW verantwortlich. Sie haben sich bei der Organisation der Impftermine als komplett unfähig erwiesen. Alle vernünftigen Demokraten und Staatsbürger können nur hoffen, dass die Wut und Verzweiflung der Menschen darüber sich nicht auch in dem Wahlergebnis heute Abend widerspiegelt.
Um so mehr sind wir Ihnen, Herr Hiller, sehr dankbar für Ihre Hilfen bei der Vermitlung von Impfterminen für Menschen, die nicht in der Lage sind, sich in diesem Dschungelkampf um einen Impftermin selbst zu helfen. Wir sind dankbar für Ihren offenen Brief und Ihre auch für uns sehr hilfreiche Homepage mit den Hinweisen, wann etwa in den einzelnen Impfzentren wieder Termine möglich sind.

Ellen Kienast, 14.03.21, 13:00 Uhr

Ich arbeite in der Uniklinik Freiburg und bin in der Kinderklinik im Bereich der Frühgeborenen und Säuglingen bis 6 Monate tätig. Man konnte sich an 2 Terminen Impfen lassen. War man jedoch verhindert, schaut man jetzt in die Röhre. Ich kann alles bestätigen was in diesem Brief steht. Es gibt viele die wollen, aber überhaupt keinen Termin bekommen.

Jessica Koch, 14.03.21, 11:46 Uhr

Lieber Herr Hiller,

Ihrem offenen Brief kann ich nur zustimmen.
Ich habe mir drei Tage UND Nächte lang die Finger wund geklickt und gewählt, um für meine 73jährige Mutter mit zusätzlichen Risikofaktoren einen Impftermin zu ergattern. Ein unglaubliches Drama! Frustrierend, zeitraubend und für die in großen Teilen internetferne ältere Generation absolut nicht praktikabel.

Mitte der Woche hatte ich sie auch auf Ihrer Seite registriert. Ich hatte allerdings nicht erwartet, dass wir Glück haben würden, da auch Sie inzwischen kurzzeitig Ihre Dienste niederlegen mussten.

Was soll ich sagen? Sie haben doch einen Termin gefunden und sich bei uns gemeldet!
Ich finde Ihr Engagement wahnsinnig toll und danke Ihnen von Herzen!

Bleiben Sie gesund und nochmals Danke!

Katja Stumpe, 14.03.21, 11:14 Uhr

Mein Mann ist, da ich schwanger bin aktuell auch impfberechtigt. Seit gut zwei Wochen versuchen wir einen Impftermin für ihn zu bekommen, damit die Chance größer ist, das er bei der Geburt mit in den Kreißsaal darf. Aber seit zwei Wochen weder online noch telefonisch irgendetwas zu erreichen. Da wir beide auch noch vollzeit berufstätig sind, können wir auch nicht ständig zu bestimmten Uhrzeiten, zu denen wohl immer mal wieder neue Impftermine freigeschaltet werden, im Internet schauen oder telefonisch die Hotline, die dann ja eh überlastet ist reinschauen. Zum Glück ist die Geburt erst Anfang Juli, vielleicht schaffen wir bis dahin zumindest die erste Impfung.

Birgit Ruf, 13.03.21, 22:52 Uhr

Ich versuche, seit 28. Februar einen Impftermin zu bekommen. Am Wochenende 6./7. März habe ich mich etwas ausführlicher mit dem Prozedere beschäftigt und kann all das unterstreichen, was Sie beschreiben. Zwischenzeitlich war ich mal der Meinung, dass der impfterminservice(!?) defekt sein müsste. Inzwischen weiß ich es besser und dank Ihrer Seite bin ich auch in Konstanz über die derzeitige Lage gut informiert. Zu unserer Situation im Landkreis. Von Konstanz fährt man zum nächsten Impfzentrum 40 km nach Singen. Die nächste Möglichkeit nach Tuttlingen an die 60 km, wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt, muss derzeit einen Schienenersatzverkehr mit einplanen. Und zu guter Letzt: Bei einem Anruf der hotline habe ich aus Versehen eine falsche Ziffer gedrückt: Datenschutzerklärung: 9(!) Minuten.

Rosemarie Eckes-Lapp, 13.03.21, 19:33 Uhr

Ein Brief, der genau die Verzweiflung ausdrückt, in der wir Impftermin- Suchenden stecken! Es mangelt an staatlicher Organisation, Weitblick und Kompetenz! Hoffnung scheint nicht in Sicht. Warum werden die Menschen nicht nach Priorisierung schriftlich per Brief zum Termin eingeladen? Ein Skandal, was den Menschen zugemutet wird!

Dr. Karl Ludwig Fischborn, 13.03.21, 08:15 Uhr

Es ist einfach eine Unverschämtheit der Verwaltung, eine solch miserable Organisation anzuwenden, blamabel für alle.

Franziska Pisters, 13.03.21, 07:36 Uhr

Die beschriebenen Erfahrungen decken sich absolut mit meinen. Ich finde es absolut unverantwortlich, für solch eine riesige Gruppe das System zu öffnen und gleichzeitig genau zu wissen, dass man nicht über Impfstoff verfügt, Um dem Ansturm auch nur annähernd gerecht zu werden. Ich glaube, das einzige was dahinter steckt, sind die Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Man will seitens der Politik den Menschen suggerieren, dass es in Baden-Württemberg schnell voran gehe und man jetzt auch schon die zweite Gruppe impfe. Dass dies tatsächlich überhaupt nicht der Fall ist, wird unter den Tisch gekehrt. Die Freischaltung der 2. Gruppe in diesem Umfang ist allein politisch motiviert. Man hätte, wenn man tatsächlich Kapazitäten hätte, einen Teil freischalten können, so zum Beispiel die Menschen zwischen 75 und 79 Jahren. Die sind die eigentlich jetzt als nächste zu schützenden. Meine Mutter ist 77, hat diverse Vorerkrankungen und wir versuchen seit der Freischaltung einen Termin zu bekommen, erfolglos. Es ist ein Skandal, dass die Politik die Impfkampagne ausschließlich politisch motiviert steuert auf dem Rücken vieler Menschen. Ich finde das wird in den Medien auch viel zu wenig herausgearbeitet.

Jörg Flum, 12.03.21, 21:04 Uhr

Guten Abend Herr Hiller,

vielen Dank für Ihr Engagement.

Ich schlage vor, die Hausarztpraxen so schnell wie möglich in die Impfungen wie folgt einzubeziehen:

— Jede/r impfberechtigte Bürger*in kann telefonisch oder via Mail bei ihrer/seiner Hausarztpraxis den Wunsch auf Impfung in der Praxis anmelden. Die Praxis kontaktiert sie/ihn zu gegebener Zeit (also wenn Impstoff da ist und die/der Patient*in laut Priorisierung dran ist) und teilt einen Impftermin mit (Vorteil: Man vergeudet nicht seine Zeit tagelang am Computer).

— Bürger*innen, die keinen Hausarzt haben, wenden sich an die 116/117. Sie werden dann in den Impfzentren geimpft, ebenso wie die Bürger*innen, die nicht in ihre Hausarztpraxis gehen wollen. Die 116/117 wird durch den vorangehenden Punkt ja stark entlastet.

— Bürger*innen, die bereits einen Impfung in einem Impfzentrum erhalten haben, sollen dort auch die zweite Impfung erhalten.

Annette Gross, 12.03.21, 08:17 Uhr

Das Hin und Her ist indiskutabel und für die Bevölkerung inzwischen eine Zumutung! Diesen Brief kann ich nur in allen Punkten aus vollem Herzen unterstützen! Vielen Dank für das große Engagement

Frank Süßle, 12.03.21, 07:59 Uhr

Ich schliesse mich den Worten von Herrn Wilfried Schmidt leider an :-(.
Kann man nicht glauben, dass Deutschland 2021 !! nicht in der Lage ist diesen Impfvorgang den Bürgern reibungslos zur Verfügung zu stellen.

Cornelia Lehmann, 12.03.21, 07:29 Uhr

Ich möchte mich einfach nur bei Ihnen für dieses außergewöhnliche Engagement bedanken. Und was die Organisation unserer Regierung angeht fehlen mir die Worte. Man fühlt sich hilflos und alleine gelassen. Wo sind denn die”Macher”? Man sieht sie nicht an der Front. Ich hoffe es wird sich am Sonntag in den Wahlen niederschlagen. Es macht Hoffnung dass es noch junge Leute wie Sie gibt. Vielen Dank!

Wilfried Schmitt, 11.03.21, 22:40 Uhr

Diesem Brief muß man, leider, in jedem einzelnen Punkt nur voll zustimmen. Es ist beschämend zu erleben, wie dies in unserem “so hochgelobten Land” durch die total überzogene Administatrion (Bürokratie) abläuft. Vor Ihrem Engagement kann man nur “den Hut ziehen”!

Dr. Georg Fischer, 11.03.21, 21:02 Uhr

Auch ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht und kann den Brief nur unterstützen. Bei der Telefon-Hotline gibt es kein Durchkommen, die Internet-Benutzeroberfläche ist für ältere Menschen mit wenig PC-Kenntnissen unzumutbar. Für mich als Informatiker weist sie eine Reihe von technischen Mängeln auf und entspricht nicht dem Stand der Technik einer Software, die von Millionen von Bundesbürgern benutzt werden kann. Selbstverständlich werden in dieser Situation ehrenamtliche Helfer (“Paten”, “Scouts”) benötigt, die versuchen, den überaus steinigen Weg für die älteren Impfinteressenten pragmatisch zu ebnen und die Buchungsanfragen zu bündeln. Diese Helfer sollte man möglichst gut unterstützen und nicht etwa noch zusätzliche Knüppel in den Weg legen. Zum Beispiel ist die Handynummerblockierung für einen Tag umgehbar und deshalb wirkungs-/sinnlos, aber sehr lästig. Sie kann die mehrfache Anforderung von Vermittlungscodes oder gar Terminen nicht verhindern.

Herbert Steiert, 11.03.21, 20:23 Uhr

Hoffentlich bewirkt es etwas. In anderen Bundesländern gibt es auch deutlich bessere Systeme (Bayern, Saarland). Warum wird bei uns ein System verwendet, das für den Pandemie-Zweck sehr ungeeignet und vollständig Benutzerunfreundlich ist? Die Zeit, die hier drauf geht, die Frustration. Es muss doch nicht alles so quälend sein(?) Mir scheint, in der Administration leben wir in einer Informatik-Wüste.
Wir brauchen einen einmaligen Gewaltakt gegen die Pandemie, statt weiter solche Missstände zu pflegen. In USA läuft es, in GB, in Israel. Wo bleibt unser Mut, die Bürokratie und die sonstigen Blockaden wenigstens in einem solchen Fall abzuschütteln?????
Wir sollten uns aufraffen, da uns ja auch keiner hilft. Die USA wollen offenbar lieber, dass Ungarn (ein EU Mitglied) sich die Mittel von Russland besorgt (dafür aber unsere Pipeline mit Argumenten der EU Energie-Sicherheit abwürgen). Beste Grüße und bleibt weiterhin hilfreich!

Sonja Cardillo, 11.03.21, 20:12 Uhr

Dieser Brief ist echt super geschrieben. Kann mich dem Inhalt voll und ganz anschließen! Und vielen Dank für so viel Engagement!!

Monika Eggen, 11.03.21, 19:23 Uhr

Ich habe mich in meiner Verzweiflung an den Landrat, Herrn Hurth, gewandt, nachdem mir eine sogenannte
“Beraterin” über die Hotline 116117 gesagt hat, ich solle mich doch bei meinem Landrat “beschweren”. – Was für eine Beratung !!!
Bezeichnenderweise habe ich vom Landrat keine Antwort auf meinen Brief erhalten. Hat er wichtigeres zu tun?
Oder bestätigt sich hier wieder einmal, daß der Begriff “VOLKSNÄHE” – “Bürgernähe” nur eine viel mißbrauchte “PHRASE” ist ?

Christa Bernhard, 11.03.21, 18:57 Uhr

Guten Abend Herr Hiller!
Ich stimme Ihrem Brief voll und ganz zu. Es ist wirklich eine einzige Katastrophe, wie die Impfterminvergabe zur Zeit läuft., bzw. nicht läuft. Für ein Land wie Baden-Württemberg, das immer so stolz auf seine Erfindungen und technische Errungenschaften ist ist es nur eine Schande..
Auch wenn Ihnen Herr Hiller im Moment die Hände gebunden sind, ist die von Ihnen iniziierte Impftermin-Hilfe ein Geschenk von unschätzbarem Wert. Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Bemühungen und hoffe, dass sich Ihr Einsatz bei den Politikern herumspricht und Anerkennung findet.. Auch wenn ich nach Ihren Ankündigungen vermutlich noch auf einen Termin warten muss, bleiben Sie dran! sie helfen damit vielen Menschen!

Prof. Dr. Michael Engler, 11.03.21, 18:46 Uhr

Lieber Marcel,

ich finde Dein Engagement herausragend und kann Deinen offenen Brief nur voll und ganz unterstützen! Es ist traurig zu sehen, dass es in unserem Land mehr und mehr Schwierigkeiten mit der Organisation von alltäglichen Dingen gibt und man muss sich ernsthaft fragen, woran das liegt. Wenn schon ein neuer Hauptstadtflughafen viele Jahre zu spät fertig wird, kann einen aber auch nichts mehr wundern.
Ich möchte nicht mit dem Finger auf andere zeigen, da ich selbst mit im Boot sitze – wichtig wäre für mich allerdings, die öffentliche Verwaltung fit zu machen. Es ist nicht akzeptabel, dass man einerseits immer wieder auf die vielen Corona-Toten und die Verantwortung der Bürger verweist, gleichzeitig aber die fundamentale Organisation des Impfens (das viele Menschenleben retten wird, dessen muss man sich bewusst sein) nicht maximal effektiv funktioniert. Das sind Hausaufgaben, die augenscheinlich nicht gemacht wurden! Die Corona-Pandemie macht dieses “Immer-Schwieriger-Funktionieren” der Verwaltung nur noch sichtbarer, aber ein großes Problem ist es in jedem Falle – nicht nur in der Pandemie!

Ich appelliere daher an die Politik, sich diesem Thema anzunehmen und die Verwaltung effizienter, effektiver und schlagkräftiger zu machen. Nicht im passiven Sinne von “sparen/reduzieren”, sondern im aktiven Sinne: mehr Mut zum Risiko, mehr Flexibilität, weniger verwalten und reagieren, sondern mehr gestalten und proaktiv agieren – das ist was wir brauchen. Ein Patentrezept dafür habe ich leider auch nicht. Wir alle als Gesellschaft müssen wohl unseren Beitrag leisten. Aber helfen werden Menschen mit guten Ideen und dem Willen sie umzusetzen. In diesem Sinne vielen Dank für Dein Engagement!

Christiane Mench, 11.03.21, 18:44 Uhr

Sehr gerne unterschreibe ich den hervorragend geschriebenen,offenen Brief von Marcel Hiller. Vielen Dank für dieses enorme Engagement!

Monika Eggen, 11.03.21, 17:56 Uhr

Der Brief von Herrn Hiller trifft den Nagel auf den Kopf. Ich bin enttäuscht und ich schäme mich für Deutschland und die EU, aber insbesondere die
unfähigen deutschen Politiker, die uns zur Zeit in der größten Krise seit dem zweiten Weltkrieg nur Chaos produzieren und die Zeichen der Zeit
nicbt begriffen haben. – Oder soll hier die Rentenkasse “saniert” werden, indem man älteren Menschen mit Vorerkrankungen die lebensrettende
Impfung verweigert und sie sterben läßt bei Infizierung ? Nur weiter so, es lebe die Unfähigkeit. Patz 40 in der Impf-Skala. – mein Vertrauen in die Politik ist schon “UNTER-IRDISCH”

Markus Doninger, 11.03.21, 17:25 Uhr

Der offen Brief beschreibt sehr gut das schlechte Krisenmangemant, besonders beim Impfen. Die Pandemie zeigt, welche strukturellen und personelle Defizite in Deutschland vorhanden sind. Im Rückblickhabe wir uns etwas auf unser deutsches Organisationstalent eingebildet, die politisch Verantwortlichen zeigen immer wieder darauf hin wie gut wir es doch machen. Leider zeigt sich aber auch wie lahm sie sind und wie wenig flexibel. Etwas mehr Mut zu Paradigmenwechsel und mut zu weniger Bürokratie sind da hilfreicher. Durch das System der langsamen Verwaltungsorgane vom Bund über die Länder, Kreise und Kommunen verlangsamen sich die Prozesse und werden die Wege länger und länger. Am Endeübernimmt niemand die Verantwortung., da der Prozess nicht mehr transparent ist. Bei einem guten und weitsichtigen Krisenmanagment haben wir klare Verantwortlichkeiten mit dazu gehörenden Konsequenzen.

Dr. Karin Dannenberg, 11.03.21, 17:18 Uhr

Ja,es ist ein  Desaster.Als Rentnerin habe ich nun wieder einen Full-time-Job: diesmal am Smartphone und PC!

Deutschland macht sich momentan lächerlich in jeder Hinsicht.

Ich fürchte mich schon vor den nächsten Wahlergebnissen.

Peter Wagner, 11.03.21, 17:13 Uhr

Kleiner Zusatzkommentar : das vorhandende Netz an Impfmöglichkeiten hätte zuerst genutzt werden müssen – mit anschl. evtl. Aufbau der Zusatz-
kapazitäten. Zumindest war es notwendig , mit den ersten Ankündigungen größerer Quantitäten von Impfstoff zugleich mit den Hausärzten usw
ihre Mitwirkung abzusprechen- ist bis heute nicht wirklich passiert – s. die Aussagen z.B. der Vereinigung der Hausärzte , die mit Recht auch ihre Mitarbeit ab dem 19.4. bezweifeln. Aus wahltaktischen Gründen z.B. die S tiKo- Priorisierung Älterer zu zu opfern ist nur noch als Aufgabe jedes ethischen Prinzips zu bezeichnen.

Ursula Föll, 11.03.21, 16:55 Uhr

Ihr Brief beschreibt ganz treffend die Zustände bei der Suche nach einem Impftermin.
Ich habe gestern über den Tag verteilt viele Male versucht mit der 116 117, landete ständig in dieser Endlosschleife und mit der Internetadresse ohne Erfolg, total frustrierend! Es ist ein Armutszeugnis für ein Land wie Baden-Württemberg mit so vielen fähigen Menschen, dass keine funktionierende Logistik aufgebaut werden kann!!
Danke für Ihren Einsatz!

Dr. Jürgen Knackmuß, 11.03.21, 16:55 Uhr

Ich kann Ihren Brief auch nur voll und ganz unterstützen. Die Pandemie hat jetzt gnadenlos offengelegt, welche strukturellen Defizite in der BRD herrschen. Wir haben uns jahrelang etwas auf unser deutsches Organisationstalent eingebildet und die Regierenden verweisen bis heute darauf, wie gut wir im Vergleich zu anderen Ländern dastehen. Durch eine tiefgestaffeltes System von Verwaltungsorganen vom Bund über die Länder, Kreise und Kommunen verlangsamen wir perfektionistisch die Prozesse und haben am Schluss niemanden, der für irgendwas verantwortlich ist. In der Industrie haben wir klare Verantwortlichkeiten mit dazu gehörenden Konsequenzen. Ich hoffe, dass daraus in der nächsten Legislaturperiode die Konsequenzen gezogen werden

Andrea Kreft, 11.03.21, 16:26 Uhr

Genau wie beschrieben! Gestern abend seit 20.00h versucht online 116117 einen Code zu erhalten, bis 4.00 h heute früh!! Nicht möglich. Wenn ich “durchgekommen” bin und eine Pin erhalten habe, gab es einen “technischen Fehler”. Wie auch in den Tagen vorher.
Telefonisch habe ich es einmal geschafft (nach ca. 25 – 30 Versuchen täglich) eine Mitarbeiterin im Gespräch zu haben. Sie wollte dann einen Termin für mich in Freiburg suchen: “Tut mit leid, dort stürzt das System immer ab”.
Bisher dachte ich, wir sind in einem Land das in Thema Logistik vorbildlich ist. Es ist beschämend, wie die Gesamtorganisation gehändelt wird, von der Vorplanung, Reservierung bis zur Verteilung des Impfstoffes. Dass in Zeiten der Pandemie beim Impfen eine 5 Tage – Woche eingehalten wird, die Bürokratie zur Priorität erhoben wird… Jede Arztpraxis, jede Apotheke, jede Firma hat ein ausgeklügeltes Qualitätsmanagement, warum nicht mal Fachleute mit Kenntnissen zu Rate ziehen und um Ideen bitten?

Regula Buschmann, 11.03.21, 16:23 Uhr

Mit großem Interesse habe ich den offenen Brief auf der Homepage Impftermine-hilfe.de gelesen. Aufgrund des Zusammenbruchs der online Terminvermittlungsseite habe ich es nun telefonisch bei 116117 probiert und konnte mein Glück kaum fassen, als ich zu einer freundlichen Mitarbeiterin verbunden wurde. Diese hat dann mittels PLZ klar gestellt, welche drei Impfzentren überhaupt in Frage kämen. Zwei davon hätten keine Termine frei, teilte sie dann mit. Schließlich hat sie mich für das dritte Zentrum (in diesem Fall Freiburg) weiterverbunden zur Terminvereinbarungs-Abteilung. Anfänglich kam eine Warteschleife-Melodie, dann ging jemand dran, hat aber nicht gesprochen. Ich habe den Anruf dann noch gute 10 Minuten aufrecht erhalten, dann habe ich eingelegt. Es ist schwierig in höflichen Worten auszudrücken, wie man sich dabei fühlt… Offensichtlich wird man auch beim telefonischen „Service“ weder betreut, noch unterstützt. Und von einer erfolgreichen Terminvermittlung wollen wir gar nicht erst reden! Vielleicht sollten Situationen wie diese in den offenen Brief miteinfließen!! Mit lieben Grüßen und größtem Respekt für Dein Engagement!!

Edgar Fürst, 11.03.21, 15:54 Uhr

Ich unterstütze voll Ihren Brief und bedanke mich für Ihren Einsatz.

Wolfgang Ludwig, 11.03.21, 15:34 Uhr

Ich schliesse mich voll und ganz den im Brief gemachten Aussagen an. Es ist z. B. eine Umverschämtheit, wie technisch der Zugang über das Internet seit ein paar Tagen (nicht) funktioniert. Die gesamten verantwortlichen Politiker und Verwaltungsbeamten sollen sich in Grund umd Boden schämen.

Doreen Maier, 11.03.21, 15:32 Uhr

Toller Brief, treffend formuliert

Heike Willm, 11.03.21, 15:32 Uhr

Gerne können Sie meinen Namen für die digitale Unterschrift verwenden.

Yvonne Wiese, 11.03.21, 15:14 Uhr

Die ständigen Rückschläge beim Impfen machen mich mittlerweile echt wütend!!!!!

Berthold Böhm, 11.03.21, 15:12 Uhr

Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihr Engagement, vor allem Sie als junger Mensch. (Ich selbst bin über 70)
Sehr gerne unterstütze ich Ihren offenen Brief (…)

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